Am 19. Juli 2020 um 2:03 Uhr schlugen die Erdrutschwarnsysteme im Wohngebiet Xishan – einer Hochrisikozone in der Gemeinde Huayue, Bezirk Maojian, Stadt Shiyan – wiederholt Evakuierungswarnungen aus. Verängstigte Anwohner folgten sofort den Anweisungen und verließen ihre Häuser. Um 2:26 Uhr ereignete sich ein kleiner Felssturz, bei dem etwa 3 Kubikmeter Gestein abrutschten.
Obwohl geringfügig, zeigte dieser Vorfall die hohe Empfindlichkeit des "Disaster Whistle"-Überwachungssystems, das Verformungen vor dem Kollaps erkannte und rechtzeitige Warnungen ausgab. Die Technologie erweist sich als noch kritischer bei der Vorhersage größerer, gefährlicherer geologischer Ereignisse und schützt effektiv Leben und Eigentum. Dank des "Stabilitätsbewertungsmodells und Frühwarnsystems für Hangrutschungen" konnten zwei Haushalte (sieben Bewohner) erfolgreich evakuiert werden.
Die Huayue-Gemeinschaft ist eine von zwei Pilotzonen im "Disaster Whistle"-Programm von Shiyan zur spezialisierten Überwachung geologischer Gefahren. Vier gefährdete Standorte in der Region wurden im Mai 2020 mit kostengünstigen Überwachungsgeräten ausgestattet, darunter der Xishan-Hang, an dem dieser Erdrutsch aufgetreten ist.
An der Stelle wurden 10 mikroelektromechanische Neigungssensoren installiert. Daten zeigten, dass zwischen 1:58 Uhr und 2:03 Uhr die Sensoren Nr. 5 und Nr. 6 einen plötzlichen Anstieg der Gesteinsneigung entlang der X-Achse registrierten (ein Sprung von ca. 2,0° auf 25,9°), was den Alarm auslöste. Bis 2:26 Uhr erreichte die kumulative Neigung am Sensor Nr. 5 66,2994°, was zum Felssturz führte. Nach dem Einsturz bleibt Sensor Nr. 6 in einem ausgelösten Zustand, während benachbarte Sensoren vor und nach dem Ereignis signifikante Anomalien zeigten.